Mercedes Benz Kurzhauber

Zwei Fahrzeuge aus den Baujahren vor 1963. Zu erkennen an den Blinkern neben den Scheinwerfern.

Im JAHRE 1959 brachte Mercedes die Ablösung für die in die Jahre gekommenen LKW-Modelle 3500 - 4500 bzw. L 311 - 321, die Kurzhauber-Generation.

Mit dem Modell 322 (später 1113) ging die Ära der langen Haubenwagen mit ihrer typischen schmalen Motorhauben und angesetzten Kotflügeln zu Ende. Die Nutzlast der Kurzhauber wurde in verschiedene Modelle aufgeteilt die nach und nach bis 1963 auf den Markt kamen. Den Anfang machte der 322 mit 6,6t Nutzlast. Darauf folgte der 327 (nur für den Export). Nach unten wurde durch das Modell 323 (später 710) die Klasse bis 7,5t gebaut. Dadurch hatte man mit diesem Modell einen leichten LKW der nicht vom Sonntagsfahrverbot betroffen war. Aber auch das Modell 328 (911) mit einem Gesamtgewicht von 9,5t war sehr beliebt. Später kamen noch Modelle wie 327 (1413) auch auf den deutschen Markt.

Zu Anfang hatten die Modelle die Blinkleuchten seitlich neben den Scheinwerfern. Mit der Vorstellung zur IAA 1963 bekamen die Kurzhauber die Blinker auf die Kotflügelansätze platziert. Gleichzeitig änderte man auch die Typenbezeichnung die aus der Baureihe 322 zukünftig die dem Gewicht und Motorleistung Auskunft gebende Baureihe machte. Die Bezeichnung 1113 sagt aus:11 gleich Geamtgemicht (gerundet 10,5t), 13 gleich 126 PS Motorleistung. Da in diesem Typ auch Motoren bis 168 PS erbaut wurden, war nicht immer die Motorleistung sofort erkennbar. Die anfangs verwandten Vorkammerdiesel-Motoren der Baureihen OM 312, OM 321 und OM 322 wurden 1964 durch den Motor OM 352 als Direkteinspritzer ersetzt. Der Motor OM 352 wurde in den Ausführungen I, II oder A mit Leistungen von 100 PS bis 168 PS (352 A mit Abgasturbolader) gebaut.

1967 erfahren die Kurzhauber eine erneute Änderung. Die Frontscheibe wird um 55 mm weiter in das Dach gezogen. Weiterhin gibt es zur besseren Belüftung ein Luke im Dach.

1968 wird die Modellreihe noch einmal überarbeitet. Gleichzeitig erhalten die Modelle einen Zusatzsatz in der Typenbezeichnung. Aus z.B. 1113 wird 1113B. Dieses “B” macht sich auch optisch in einem Unterschied bemerkbar. Äußerlich sind die ab 1968 gebauten “B”-Typen an den drei Scheibenwischern der Frontscheibe erkennbar. Nur beim Modell 710 bleibt es bei den bisherigen zwei Wischerarmen.

Bis 1984 wird die Modellreihe (jetzt auch als 1313, 1413, 1513,1813,1519, 1819), in Deutschland, später teilweise sogar auch noch in den USA gebaut.

Bis heute haben viele Kurzhauber überlebt, größtenteils sogar noch bei Feuerwehren als LAF 1113.

Ein LK 1413/36 von 1967

Die Bezeichnungen für die LKW´s waren :

L = Pritschenwagen/Koffer mit Hinterachsantrieb

LA = wie L mit Allradantrieb

LK/LAK = Kipper

LS/LAS = Sattelschlepper

LAF = Feuerwehrfahrzeuge

 

Radstände gab es in 3,20m, 3,60m, 4,20m, 4,60m. Die Bezeichnung wurde intern z.B.als      LAK 1113/36 bezeichnet.

Typ L 710/36 Baujahr zwischen 1964 und 1967

Mein LAF 710/36 von 1969/70. Typbezeichnung 322.133.

LAF 1113/42 als TLF 16 Bj. 1964 - 1967 im Feuerwehrmuseum Hattingen

oben und links: L 322/32 als Sprengwagen

 ex LAF 328 vor 1963. Bei den ersten Ausführungen der LA waren Bleche in den Kotflügel heruntergezogen . Gleichzeitig waren die Scheinwerfer tiefer an der Stoßstange angesetzt. Der Grill war nur mittig, also ohne Scheinwerfer.

Die Kurzhauber bekamen natürlich auch optisch ein schwereres Pendant. Die Modellreihe fing mit dem Modell 338 (später 1418) und 334  (1620) an. Mit zunehmender Motorisierung wurden auch die Lasten und Leistungen erhöht.

Optisch waren die schwereren Modell an den Scheinwerfern (*) in den Stoßstangen zu erkennen. Gleichzeitig waren auch längere Motorhauben und eine höhere Bauausführung Zeichen der höheren Nutzlast.

Links auf dem Bild sieht man deutlich den Unterschied zwischen LAK 1624 und    L 710.

LAK 334, später als 1620 bezeichnet

LS 1624 gebaut für den Export

[Willkommen] [Meine Feuerwehr, "Theo"] [Feuerwehr] [MB Kurzhauber] [Lastwagen] [Ausfahrten] [Spur O] [Links]