Meine Feuerwehr,

Am Anfang stand die Idee auffällige Werbung zu machen.

Was dann folgte, war die Überlegung einer mobilen Werbefläche. Meine Neigung zu alten Autos und LKW brachte mir die Idee, ein Feuerwehrauto zu kaufen und dies mit Werbung zu versehen. Die Idee ging voll auf. Jeder dreht sich um, weil die Neugierde der Menschen  immer in Richtung Sensationslust geht. Der Erfolg hier gibt mir Recht.

Eine längere Suche nach einem geeigneten Objekt folgte und dann war es im August letzten Jahres so weit. Ich hatte meinen ersten Oldtimer. Mittlerweile hat meine Tochter ihm auch einen Namen gegeben.

“Theo” heißt er jetzt, und hier kommt seine Lebensgeschichte:

Am 3. April 1970 bekam die Freiwillige Feuerwehr Oberammergau ein neues LF 8 mit Bachert-Aufbau. Dieser Mercedes LAF 710/36 (Bauarttyp 133) wurde im September 1969 im Werk Wörth gebaut. Fahrgestell, Motor und Strinwand/Front gingen dann zum weiteren Aufbau zum Feuerwehrgeräte-Hersteller Bachert in Bad Friederichshall. Hier entstand dieses LF 8 TS (schwer) und im Frühjahr 1970 konnte es fertiggestellt werden. Das Fahrzeug hat eine Gruppenkabine für 1+8 Personen. Die Vorbaupumpe vom Typ 8/8 leistet 800 Liter/min bei 8 bar, bis zu einer Ansaughöhe von max 3 m. Im Heck war eine Tragkraftspritze vom Typ 8/8 mit gleicher Leistung eingeschoben. Unter dem Kennzeichen GAP-K 777 und der Kennung Florian Oberammergau 42/1 versah dieses Fahrzeug bis zum 12. Mai 2000 dort seinen Dienst. Bis dahin hatte das LF rund 21000 KM gelaufen. Die Vorbaupumpe hatte bis dahin 106 Betriebsstunden.

www.ffw.oberammergau.de

So sah er beim Kauf aus

Hier gibts Feuerwehrautos:   www.jsfeuer.de

Technische Daten:

Baujahr 1969/70

Erstzulassung 3. April 1970

Typ MB LAF 710/36, Baumuster 322.133

Motor 6 Zylinder Diesel, OM 352 II,      5,7 Ltr. Hubraum, 110PS, Motorbremse,

7,5 t Gesamtgewicht,

Höchstgeschwindigkeit 83 km/h

Natürlich erfordert so ein Oldtimer Zeit für Pflege und Restaurierung. Teilweise müssen die Ersatzteile umständlich beschafft werden. Seit dem 18. August 2000 ist das Fahrzeug in meinem Besitz. Nach einer umfangreichen Reinigung mit anschließender Politur wurden bisher neue Sitze eingebaut. Die aus dem MB Sprinter stammenden Bussitze haben Kopfstützen und integrierte Gurte. Weiterhin wurde eine Schleppkupplung am rechten Rahmen vorne montiert. Die alte Abdeckhaube der Vorbaupumpe bekam einen neuen Überzug aus rotem Vorzelt-PVC.Die Gummiüberzüge der vorderen Kotflügel sind mit neuem oelbeständigen Gummi überzogen worden. Dabei wurden die Durchrostungen, links drei, rechts ein kleines Loch beseitigt. Die Martinhörner sind wieder montiert, allerdings ist die komplette Feuerwehr-Signaleinrichtung z. Zt. stillgelegt (es fehlt noch die H-Zulassung um auch wieder mit blauen Kappen zu fahren)     Weiterhin sind Undichtigkeiten am Zwischengetriebe und der Einspritzpumpe beseitigt worden. Weiterhin wurde eine Kugelkopfkupplung am hinteren Unterfahrschutz montiert. Ohne Beanstandungen ist er auch gerade frisch über den TÜV.

Das Fahrzeug wird weiter aufgerüstet. Steckleitern, Arbeitsscheinwerfer, A-Saugschläuche, B- und C-Schläuche sowie Strahlrohre für beide Größen sind auch schon wieder vorhanden.Ein 600 Liter-Tank ist nue installiert, das linke Schlauchfach und der Auszug hinten wieder neu eingebaut.

Links unten: Vergleich zwischen einem LK 710 und LAF 710. (Oldtimerrundfahrt OB-Königshardt)

Unten: Im hinteren Raum ist die Schlauchhaspel mit 45m C-Schlauch, die Strahlrohre und oben 140m B-Schlauch eingeräumt.

Unten sind zwei Bilder aus der Einsatzzeit in Oberammergau bei der Waldbrandbekämpfung. Danke an die FFW Oberammergau für die Überlassung der beiden Fotos.

www.ffw-oberammergau.de

6. 10. 2001 : Die FP 8/8 zeigt, dass sie noch tauglich ist. Beim Test, hier im Feuerwehrmuseum Hattingen, bringt sie mit einem B-Strahlrohr unter Vollast 12 bar Druck. Es reichte aus, um die Tauben vom Dach der Halle zu spritzen.

Vollast ohne Strahlrohr

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